Toskana
Die Toskana - eine Landschaft als Erlebnis
In dieser Landschaft dichtete Goethe sein berühmtes "Ich kenn ein Land, wo die Zitronen blühen" aus "Wilhelm Meister". Im Angesicht der weiten grünen Hügel, der Weinberge und Zitrusfruchtplantagen, ist es kein Wunder, dass der Dichterfürst ins Schwärmen geriet. Wetten, dass es Ihnen als Urlauber ähnlich geht?
Toskanische Träume in der Natur
Die Toskana liegt in Mittelitalien. An der einen Seite grenzt sie an das Mittelmeer, an der anderen an das Apennin-Gebirge. Bekannt ist sie für ihre vielen Weinanbaugebiete ebenso wie für die weiten Pinienwälder, welche zu Wanderungen einladen. Ebenso charakteristisch sind die hohen Säulenzypressen, die im Sommer gegen den weiten blauen Himmel aufragen. Und zwischendrin finden sich immer wieder auch Olivenhaine, in welchen das bekannte Olivenöl aus der Toskana ebenso produziert wird wie eingelegte Oliven für den Markt. Im Sommer strecken sich auch endlos erscheinende Mohnfelder durch die Toskana. Dieses Gesamtbild der Natur trägt dazu bei, dass die Toskana bei Naturfreunden ebenso beliebt ist wie bei Kulturliebhabern.
Florenz - die blühende Hauptstadt
Die Toskana verfügt über eine ganze Vielzahl von sehenswerten Städten. Doch die von Touristen aus aller Welt am meisten besuchte Stadt ist sicherlich Florenz. Dies ist nicht nur die Hauptstadt der Toskana, sondern eine der bedeutendsten Städte in ganz Italien.
Florenz heißt nicht umsonst "die blühende Stadt". Der Name stammt bereits aus der Antike. Doch erblühen durfte Florenz auch einmal mehr in der Renaissance, welche sich von dieser Stadt aus in alle Welt fortpflanzte. Damals war Florenz unter den Medici die bedeutendste Kunstmetropole der Welt. Künstler wie Michelangelo, Leonardo Da Vinci oder Donatello schufen dort ihre berühmtesten Meisterwerke. So steht auch heute noch eine Kopie des "David" von Michelangelo auf dem Platz vor dem Palazzo Vecchio, der ehemaligen Residenz der Medici. Berühmt ist Florenz heute auch für die Uffizien, eine der größten Sammlungen alter Gemälde überhaupt.
Weitere Sehenswürdigkeiten dieser großartigen Stadt sind der Florentiner Dom, der Palazzo Pitti, die Piazza della Signoria sowie das Museo Archeologico Nazionale. Unbedingt ansehen sollte man sich bei einem Besuch in der Toskana und im speziellen Florenz auch die Boboli Gärten und die Ponte Vecchio, eine alte Brücke über den Arno.
Dass Florenz mit all diesen bekannten und monumentalen Bauten auch zum Weltkulturerbe gehört, erscheint fast als selbstverständlich.
Siena - die große alte Stadt
Doch damit steht Florenz unter den Städten der Toskana bei Weitem nicht alleine da. Ein anderes Beispiel für eine Welterbestätte ist Siena. Das Stadtbild der heute noch ganz dem Mittelalter verbundenen Stadt ist einmalig. Die Gebäude, die größtenteils noch originalgetreu erhalten sind, wurden einst alle um einen großen zentralen Platz gruppiert: um die Piazza del Campo. Heute - wie schon im Mittelalter - findet dort der berühmte Palio statt. Für dieses Pferderennen kommen nicht nur Italiener, sondern auch viele Ausländer in die Stadt, um den packenden Wettkampf zu beobachten. Ohne Sattel geht es für die Reiter aus den verschiedenen Stadtteilen Sienas um die Ehre des Sieges. Doch auch außerhalb der Rennwoche im Sommer hat Siena viel zu bieten. Etwa den Palazzo Pubblico, das alte Rathaus mit den Gemälden der Brüder Lorenzetti, den Dom zu Siena aus der Epoche der Gotik oder die vielen alten romanischen Kirchen.
Pisa und der schiefe Turm
Eine weitere Welterbestätte in der Toskana ist Pisa. Und diese Ehre hat die Stadt auch seiner bedeutendsten Sehenswürdigkeit zu verdanken: dem schiefen Turm zu Pisa.
Da Pisa direkt am Meer liegt, befindet sich unter dem Campanile ein sehr weicher, lehmiger Boden, der nach und nach verursachte, dass der Turm sich neigte. Von Pisa aus hat der Besucher der Toskana auch einen wunderbaren Blick auf das Mittelmeer bis hinaus zur Insel Elba, die ebenfalls zur Toskana gehört und wohin Napoleon Bonaparte einst verbannt worden war.
Arezzo und San Gimignano
Abschließend sollen noch zwei überaus interessante Städte erwähnt werden. Zum einen Arezzo, eine mittelalterliche Stadt, welche vor allem als Geburtsort des Dichters und Philosophen Petrarca Berühmtheit erlangte. Heute findet dort ein mehrwöchiges Reitturnier statt.
Zum anderen San Gimignano, ebenfalls Weltkulturerbe, eine kleine Stadt, welche vor allem durch ihre "Geschlechtertürme" besticht. Diese wurden im Mittelalter errichtet und sind Sinnbild des Kampfes zwischen verfeindeten Patrizierfamilien. Mächtig ragen sie in San Gimignano in die Luft und brachte dem Ort den Namen "Manhattan des Mittelalters" ein.
